
Reiseplanung · Höhenkrankheit
Höhenkrankheit in Nepal vermeiden: Der komplette Leitfaden
Akute Bergkrankheit ist der häufigste Grund für Abbrüche am Everest Base Camp. Mit der richtigen Aufstiegsplanung ist das Risiko beherrschbar.
Was ist die Höhenkrankheit?
Die Höhenkrankheit ist eine Reaktion des Körpers auf den sinkenden Sauerstoffpartialdruck in großer Höhe. Sie beginnt in der Regel ab 2.500 Metern und tritt umso wahrscheinlicher auf, je schneller aufgestiegen wird. Auf dem Weg zum Everest Base Camp erreichen Trekker innerhalb weniger Tage über 5.000 Meter – deshalb ist die Aufstiegsplanung dort entscheidend.
Unterschieden werden drei Formen: die akute Bergkrankheit (AMS), das Höhenlungenödem (HAPE) und das Höhenhirnödem (HACE). AMS ist häufig und meist harmlos, HAPE und HACE sind lebensbedrohlich und erfordern einen sofortigen Abstieg.
Symptome erkennen
Kopfschmerzen sind das Leitsymptom. Kommen weitere Beschwerden hinzu, liegt eine akute Bergkrankheit vor.
- Kopfschmerzen, die auf Ibuprofen nur kurz ansprechen
- Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen
- Schlaflosigkeit und unruhige Nächte
- Schwindel und ausgeprägte Erschöpfung
- Trockener Reizhusten oder Atemnot in Ruhe (Warnzeichen HAPE)
- Gangunsicherheit und Verwirrtheit (Warnzeichen HACE)
Die 5 Akklimatisationsregeln
Diese Regeln liegen jeder unserer Nepal Reisen als Planungsgrundlage zugrunde.
- Langsam aufsteigen: ab 3.000 m maximal 300–500 m Schlafhöhenunterschied pro Tag.
- Ruhetage einplanen: nach je 1.000 Höhenmetern ein Akklimatisationstag.
- Hoch gehen, tief schlafen: tagsüber höher wandern, abends tiefer übernachten.
- Ausreichend trinken: 3–4 Liter täglich, kein Alkohol oberhalb von 3.000 m.
- Tempo drosseln: Gehen im Gesprächstempo, niemals außer Atem kommen.
Medikamente zur Prophylaxe
Acetazolamid (Diamox) kann die Akklimatisation unterstützen, ersetzt aber keine korrekte Aufstiegsplanung. Die Einnahme gehört in ärztliche Hand – idealerweise nach einer reisemedizinischen Beratung 6–8 Wochen vor Abflug. Dexamethason ist ein reines Notfallmedikament und wird von unserer Reiseleitung mitgeführt.
Notfallplan auf unseren Reisen
Auf allen Höhenreisen führen wir ein Pulsoxymeter, Notfallsauerstoff und ein Satellitentelefon mit. Die Reiseleitung ist höhenmedizinisch geschult, und für jeden Streckenabschnitt ist eine Evakuierungsoption per Helikopter vorbereitet. Voraussetzung ist eine Reiseversicherung, die Bergungskosten bis 6.000 Meter abdeckt.
| Trek | Maximalhöhe | Akklimatisationstage | Risikoniveau |
|---|---|---|---|
| Langtang-Tal | 3.870 m | 1 | gering |
| Annapurna Runde | 5.416 m | 2 | mittel |
| Everest Base Camp | 5.545 m | 2 | erhöht |
| Manaslu Circuit | 5.106 m | 2 | erhöht |
Häufige Fragen
Fragen zu Ihrer Nepal Reise?
Alexander Fleischer plant Ihre Route persönlich – inklusive Akklimatisationsprofil, Lodges und Flügen.
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