Nepal
Kangchendzönga Base Camp Trek
Auf unbekannten Pfaden zum Basislager des dritthöchsten Berges der Erde
- Dauer
- 22 Tage
- Gruppe
- 4–12 Personen
- Reisezeit
- März–April, Oktober–November

Alexander Fleischer
Ihr Ansprechpartner für Nepal Reisen
Nepal- und Trekking-Experte, selbst in Nepal unterwegs
Highlights
- Wilder Osten Nepals & Ethnische Vielfalt
- Abseits ausgetretener Wanderrouten
- Nördliches & Südliches Base Camp vom Kangchendzönga
- Überschreitung der Pässe Sele La, Mirgin La & Sinelapche La
Reisebeschreibung
Diese Trekkingreise zum Base Camp des Kangchendzönga (8.586 m) in den wilden Osten Nepals ist etwas für Trekkingfans, welche etwas außergewöhnliches abseits der bekannten Hauptrouten erleben wollen. Die Region ringsherum um den dritthöchsten Berg der Erde wird zu unrecht von erheblich weniger Touristen besucht als z.B. die Annapurna- oder Everest-Region. Genau das sollte der Grund sein, warum Sie hierhin reisen müssen!
Nepal, fast wie früher, erleben
Im Gebiet des "Kantsch" steckt der Tourismus noch in den Kinderschuhen und alles ist weiterhin ein wenig einfacher und authentischer als in vielen häufiger besuchten Gebieten Nepals. Allen voran haben die Lodges während des Treks noch nicht den Standart derer in den bekannteren Regionen erreicht. Dafür versuchen die einheimischen Lodge-Betreiber Ihren Gästen mit viel Herzblut, Gastfreundlichkeit und Fleiß jeden Wunsch zu erfüllen. Das Trekking zum Basislager des "Kantsch" besticht durch seine Vielfalt - während der Anreise zum Ausgangspunkt des Trekkings fahren Sie durch das wichtigste Teeanbau-Gebiet Nepals. Im Anschluss wandern Sie die ersten Tage noch durch tropische Vegetation entlang eines schönen Flusses und durch ursprüngliche Bergurwälder. In diesen tieferen Lagen können Sie in die Kultur des Limbu-Volkes eintauchen - dabei fühlen Sie sich angesichts mitteraltlich wirkender Bauernhöfe in der Zeit zurückversetzt. In den höheren Lagen haben sich die Sherpa angesiedelt und mit den hiesigen Gompas, Manimauern und Chörten fühlen Sie sich fast wie in der Khumbu-Region. Hier oben lassen Sie dann die tropische Vegetation hinter sich und wie aus dem Nichts ragen die Eisgiganten immer höher hinauf. Der Höhepunkt der Trekkingtour ist natürlich das nördliche Base Camp - hier stehen Sie unmittelbar einem der mächtigsten Gebirgsmassive der Welt gegenüber. Vor allem den Anblick der furchteinflößenden Kangchendzönga-Nordwand werden Sie nie wieder vergessen.
Trekkingroute zur Nord- und Südseite des Kangchendzönga
Sie starten Ihre Nepal-Reise im geschäftigen Kathmandu. Tauchen Sie ein in das wilde Treiben der Stadt und schauen Sie erstaunt zu, wie jeder Nepalese mit erfinderischen Ideen versucht einen auskömmlichen Lebensunterhalt zu verdienen. Mit einem kurzen Flug nach Bhadrapur geht es für Sie im Anschluss in den wilden und noch wenig von Touristen entdeckten Osten Nepals, direkt an der Grenze zum indischen Sikkim. Das Highlight dieser Region ist natürlich das wie aus dem Nichts aus der Tiefebene rasant aufsteigende riesige Kangchendzönga-Massiv. Genau dieses möchten Sie auf dem anstehenden Trekking erkunden. Damit Sie den Ausgangspunkt des Trekkings - das Örtchen Sekathum - erreichen, ist eine fast 2-tägige Anreise per Jeep notwendig. Umso schöner wird es, wenn Sie schließlich Ihr Trekking entlang des idyllischen Flusses Ghunsa Khola, vorbei an kleinen Dörfern mit Feldern und Äckern und durch subtropischen Bergurwald beginnen. Sie gewinnen zunehmend an Höhe und Ihr Ziel sind die Sommer-Hochweiden von Kambachen und Lhonak. Dann haben Sie es geschafft und Sie stehen in Pangpema - dem nördlichen Base Camp des Kangchendzönga. Die schiere Größe dieses Berges lässt seine umliegenden, nicht minder eindrucksvollen Gipfel wie den Jannu, Gimmigela, Kirat Chuli oder Pathibara fast etwas klein wirken. Überwältigt von den EIndrücken laufen Sie das Tal zurück nach Ghunsa, um von dort über drei nacheinander liegende Pässe auf die Südseite des "Kantsch" zu gelangen. Bei den Passüberquerungen haben Sie einmalige Ausblicke weit hinein bis zur Khumbu-Region - der Everest, Makalu, Lhotse und Cho Oyu sind gut sichtbar. Mit dem entspannten Ort Tseram als Ausgangspunkt, ist nun der Plan über die Siedlung Ramche bis zum grandiosen Oktang-Aussichtspunkt am gewaltigen Yalung-Gletscher zu laufen. Es ist einfach zauberhaft von hier das Kangchendzönga-Massiv auch von der Südseite aus bestauen zu dürfen. Anschließend lassen Sie die Himalaya-Riesen hinter sich und gelangen schnell wieder in tiefer gelegene Gefilde. Sie werden abgeholt und zurück nach Bhadrapur gebracht. Nach einem kurzen Flug nach Kathmandu lassen Sie dort die Reise mit einer Stadterkundung gemütlich ausklingen.
Reiseverlauf Tag für Tag
Tag 1: Flug nach Nepal
Ihr Trekkingrucksack ist gepackt und Ihr Outdoor-Abenteuer in Nepal kann beginnen. Sie fliegen über Nacht mit einem Stopp von Deutschland nach Kathmandu in Nepal, wo Sie am Folgetag ankommen. Um entspannt in Ihre Reise zu starten, nehmen Sie doch den Zug zum Flughafen. Das Rail and Fly (Zug zum Flug) Ticket ist gerne über Meine Welt Reisen buchbar.
Tag 2: Ankunft in Nepal
AVoller Vorfreude auf die anstehende Tour landen Sie in der Hauptstadt Nepals - Kathmandu, gelegen auf ca. 1.350 m Höhe. Kein anderes Land der Welt hat eine größere Symbolkraft, wenn man an Achttausender-Berge, Trekking, Buddhismus oder auch gastfreundliche Menschen denkt - Nepal steht schlichtweg für Outdoor-Erlebnisse! Nachdem Sie am Flughafen alle Formalitäten für das Visum und die Einreise geregelt haben, werden Sie abgeholt und zu Ihrem Stadthotel in Thamel gebracht. Je nach Ankunftszeit in Kathmandu, haben Sie den Nachmittag Zeit die quirlige Stadt das erste Mal auf eigene Faust zu erkunden. Es gibt nichts Schöneres als gemütlich durch das belebte Stadtviertel Thamel zu schlendern und dem regen Treiben der Stadt beizuwohnen. Gerne können Sie auch bereits zum Durbar Square - dem Herz der Stadt - laufen (nur ca. 30min Fussweg von Ihrem Hotel entfernt) und die einzigartige Architektur und Atmosphäre auf sich wirken lassen. Am Abend kommt die Gruppe das 1. Mal mit dem Guide zum Begrüßungs-Abendessen zusammen. Hier haben Sie Zeit alle letzten offenen Fragen zu klären und Ihre anderen Mitreisenden kennenzulernen.
Übernachtung im Hotel Nepali Ghar o.ä.
Tag 3: Flug nach Bhadrapur und Fahrt bis Phidim (1.100 m)
F · M · AIhr Abenteuer im abgelegenen Ostnepal kann beginnen. Sie werden zum Flughafen gebracht und fliegen ca. 45 Minuten am Himalaya-Hauptkamm entlang nach Bhadrapur - eine kleine Stadt, direkt an der Grenze zu Indien auf nur 90 m Höhe in den Subtropen. Bei gutem Wetter und klarer Sicht können Sie aus dem Flugzeug bereits die Bergriesen des Himalaya in der Ferne sehen (am besten Sitzplatz links). Ihr privater Kleinbus/Jeep wartet bereits auf Sie am Flughafen und Sie beginnen die lange Fahrt durch das Himalaya-Vorgebirge mit vielen Teeplantagen in den Norden Richtung Berge. Ziel des Tages ist die gemütliche Kleinstadt Phidim (1.130 m), welche ein beliebter Übernachtungsort auf dem Weg zum Kangchendzönga ist. In dieser Region Nepals kommen besonders viele Ethnien vor - die Magar, Limbu, Rai und die Tamang erzeugen ein buntes Treiben in der Stadt.
Fahrtzeit ca. 5-6 Std.
Übernachtung im Hotel Manaswi o.ä.
Tag 4: Weiterfahrt bis Sekathum (1.640 m)
F · M · ASie setzen Ihre Fahrt in den privaten Jeeps zum Ausgangspunkt des Trekkings nach Sekathum (1.640 m) fort - früher ging die Straße nur bis Taplejung und alle Trekker sind von hier aus losgelaufen. Mittlerweile führt eine Schotterstraße über die Ortschaften Mitlung, Chirwa, Tapethok, Hellok und Lelep entlang des schönen Flusses Tamor (entspringt aus den Gletschern des Janak Himal an der Grenze zu Tibet) bis nach Sekathum. Da die Wege der Schotterstraße und des Trekkingpfades meist zusammenfallen, ersparen wir uns die ersten beiden Trekkingtage. Die Straßen auf dem Weg werden von Zeit zu Zeit zwar immer schlechter, aber dafür wird die Bergkulisse immer eindrucksvoller. Sie fahren durch eine subtropische Vegetation, in welcher unter anderem riesige Bambusse Ihre ständigen Begleiter sind. Die lokale Bevölkerung der Limbu-Ethnie lebt hier von intensiv terrassierten Ackerland - Kartoffeläcker, Reisterrassen, Mais- und Hirsefelder soweit Sie schauen können. Besonders interessant in dieser Region sind jedoch die riesigen Pflanzen von Schwarzen Kardamom. Sie können sicher sein, dass Sie genügend davon am Abend in Ihrem Dal Bhat, dem Nationalgericht Nepals, schmecken werden. Schließlich erreichen Sie die Weggabelung, wo der Ghunsa Khola Fluss, welcher aus dem Kangchendzönga-Gletscher entspringt, auf den mächtigen Tamor trifft. Hier biegen Sie rechts ein und erreichen das kleine Dorf Sekathum, welches hoch oben über den beiden Flüssen auf einem Plateau thront. In Sekathum angekommen, treffen Sie auf Ihre Begleitschmannschaft, welche Sie auf dem Trekking zum Kangdchenzönga Base Camp begleiten wird.
Fahrtzeit ca. 7-8 Stunden
Übernachtung im Sekathum Guest House o.ä.
Tag 5: Trekking bis Amjilosa (2.420 m)
F · M · AEndlich ist die lange Anreise beendet und Sie können die müden Knochen bewegen - dabei werden Sie heute gleich ein wenig gefordert, da viele Höhenmeter zu überwinden sind. Der Ghunsa Khola bleibt ab jetzt Ihr permanenter Begleiter bis hinauf nach Lhonak. Die längste Zeit des Tages führt Sie durch eine enge Schlucht und durch Wälder, welche von Kiefern, Kastanien und Eichen geprägt sind. Natürlich müssen Sie einige spannende Brückenkonstruktionen überqueren. So langsam lassen Sie die sehr hohen Temperaturen hinter sich und können nachts auch angenehmer schlafen. Die kleinen urtümlichen Bauernhöfe auf dem Weg, geben Ihnen das Gefühl in der Zeit zurückversetzt zu sein.
Gehzeit ca. 6 Std. | Aufstieg ca. 980 m | Abstieg ca. 180 m | Gehstrecke ca. 9 km
Übernachtung im Chiring Guest House o.ä.
Tag 6: Wanderung nach Gyabla (2.740 m)
F · M · ANach einem leckeren Chai zum Frühstück starten Sie in einen neuen Tag und nähern sich dabei den ganz hohen Bergen immer weiter an - mit etwas Wetterglück lässt sich auch bereits der "Kantsch" zum ersten Mal blicken. Auch kulturell gibt es Veränderungen - mit zunehmender Höhe bevölkern nun Sherpas die Region. Die Höhe verändert allmählich auch Ihren Laufrhythmus - die Schritte werden kürzer und kleine Ruhepausen häufiger. Bei der heutigen Etappe zum Sherpa-Dorf Gyabla (2.740 m) bekommen Sie einige schöne Wasserfälle zu sehen und werden am Wegesrand von hübschen Rhododendron (im Frühjahr herrliche Blüte) und riesigem Bambus begleitet. Nach Ihrer Ankunft in Gyabla lohnt ein Besuch der lokalen Gompa sehr.
Gehzeit ca. 5 Std. | Aufstieg ca. 470 m | Abstieg ca. 180 m | Gehstrecke ca. 8 km
Übernachtung in der Lodge Hotel Shingi o.ä.
Tag 7: Überschreitung der 3.000 m - Marke nach Ghunsa (3.475 m)
F · M · ADas heutige Ziel Ghunsa (3.475 m) ist das letzte dauerhaft bewohnte Örtchen im Tal und Sie merken, dass Sie langsam in den hochalpinen Bereich vorstoßen. Majestätische Yaks grasen auf den Hochweiden, die hübschen Manimauern nehmen zu und im Wind flattern die für den Himalaya so typischen Gebetsfahnen. Auf Ihrem Weg nach Ghunsa kommen Sie in Phale vorbei - hier gibt es ein eindrucksvolles Kloster, welches Sie besuchen können. Vielleicht haben Sie Glück und einige Gläubige murmeln gerade Mantras vor sich hin, welchen Sie lauschen können. In Ghunsa beziehen Sie eine Lodge für 2 Nächte, damit Sie sich am Folgetag weiter an die Höhe anpassen können.
Gehzeit ca. 6 Std. | Aufstieg ca. 930 m | Abstieg ca. 110 m | Gehstrecke ca. 11 km
Übernachtung in der Lodge Dzonga Family House o.ä.
Tag 8: Akklimatisationstag in Ghunsa
F · M · ADieser Tag dient dazu, dass Sie sich nach einigen Tagen des Trekkings eine Ruhepause gönnen können und sich akklimatisieren, bevor Sie in den kommenden Tagen schneller an Höhe gewinnen als zuvor. Wer sich physisch und bzgl. der Höhe gut fühlt, sollte mit Ihrem Guide eine Akklimatisierungtour bis auf ca. 4.000 m Höhe unternehmen - hierfür bietet sich ein schöner Aussichtspunkt an. Nicht nur wird Ihnen dieser Ausflug nach dem Motto "Go high and sleep down" für die Höhenanpassung helfen - gleichermaßen haben Sie einen schönen Ausblick auf die umliegenden 6.0000er Berge.
Übernachtung in der Lodge Dzonga Family House o.ä.
Tag 9: Trekking nach Kambachen (4.120 m)
F · M · ADas Trekking heute wird großartig. Sie verlassen Ghunsa auf einem Pfad entlang des Ostufers des Ghunsa Khola entlang märchenhafter Lärchenwälder (bis Sie die Baumgrenze erreichen). Kurz vor Kambachen (4.120 m) müssen Sie eine gewaltige Stirnmoräne des Kumbhakarna-Gletschers (überragt den Talgrund um 200 m) fast ganz hinaufsteigen - 30 m vor dem höchsten Punkt queren Sie recht exponiert den Moränenhang. Über Ihnen thronen fantastisch der Kumbhakarna (Jannu, 7.711 m), Phole (6.645 m) und der Khabur (6.264 m). Die volle Pracht dieser Berge Richtung Osten erschließt sich Ihnen, wenn Sie in Kambachen ankommen. Neben Ihren Ausflug zum nördlichen Kangchendzönga Base Camp und zum südlichen Oktang-Aussichtspunkt haben Sie hier wohl den schönsten Rundumblick auf dem gesamten Trekking. Nordwestlich von Ihnen haben Sie ebenfalls eine hervorragende Sicht auf die Sharpu-Kette mit den diversen 6.000er Gipfeln. Genießen Sie die unvergleichliche Stimmung in den hohen Bergen, umgeben von stoisch grasenden Yaks, einfachen Steinhäusern, Wacholdergewächsen und Blutberberitze, welche die Landschaft hier auf über 4.000 m nach Überschreiten der Baumgrenze prägen.
Gehzeit ca. 6 Std. | Aufstieg ca. 750 m | Abstieg ca. 180 m | Gehstrecke ca. 11 km
Übernachtung in der Lodge Kanchenjunga White House o.ä.
Tag 10: Wanderung nach Lhonak (4.780 m)
F · M · ASie nähern sich dem Höhepunkt Ihrer Trekkingtour und auch der heutige Tag hält viele alpine Höhepunkte für Sie parat. Sie lassen Kambachen hinter sich und folgen anfänglich noch dem Flusslauf des Ghunsa Khola. Es dauert jedoch nicht lange, bis der mächtige Kangchendzönga-Gletscher beginnt den Talboden auszufüllen. Sie laufen gemütlich entlang dessen Seitenmoräne und sehen dabei zu, wie sich direkt vor Ihnen die hohen 7.000er Berge an der Grenze zu Tibet ins Bild schieben - z.B. Janak Chuli (7.041 m) und Jongsang Peak (7.462 m). Schließlich schiebt sich von Osten her der Ramtang-Gletscher das Tal hinunter und hier sollten Sie aufmerksam sein, da Sie zum ersten Mal den Gipfel des Kangchendzönga sehen können - wenn auch dieser fast komplett von seinen Vorgipfeln Yalung (7.590 m) und Kangbachen (7.902 m) verdeckt wird. Kurz bevor Sie Lhonak (4.780 m) erreichen, ergeben sich Ihnen nochmals komplett andere schöne Ausblicke - Sie können nun bis zu Ihrem großen Ziel Pangpema schauen, unter Ihnen können Sie einen sehr großen Abschnitt des mit Geröll beladenen Kangdchenzönga-Gletschers einsehen und an der Grenze zu Indien ragen die Gipfel Pathibara (7.140 m), Kirat Chuli (7.362 m) und Nepal Peak (7.177 m) in die Höhe. Wenn Sie Glück haben, können Sie Blauschafe sichten. Mit noch viel mehr Glück ist dies eine gute Region, um den sehr seltenen und scheuen Schneeleopard vor die Linse zu bekommen.
Gehzeit ca. 4-5 Std. | Aufstieg ca. 820 m | Abstieg ca. 80 m | Gehstrecke ca. 10 km
Übernachtung in der Lodge Kanchenjunga Iceland Guest House o.ä.
Tag 11: Ausflug zum Kangchendzönga Base Camp (5.150 m) & Rückkehr nach Lhonak
F · M · ADas Highlight Ihres Trekkings steht an - Sie wandern zum Kangchendzönga Base Camp. Der Weg ist unschwierig und führt über fast ebene Wiesenflächen entlang der südlichen Bergflanke des Gebirgsmassivs, bestehend aus dem Tengkoma (6.215 m) und den Drohmo-Gipfeln. Rechterhand haben Sie immer den Kangchendzönga-Gletscher neben sich und vor Ihnen können Ihre Blicke kaum von den majestätischen Kirat Chuli und Nepal Peak ablassen. Die Gebirgsmauer bestehend aus Jaho und Wedge Peak lässt Ihnen jedoch, bis Sie Pangpema erreichen, keine Chance etwas vom Kangchendzönga zu sehen. Angekommen in Pangpema (nördliches Kangchendzönga Base Camp, 5.150 m) öffnet sich nun die Landschaft und die volle Schönheit des Kangchendzönga-Massivs, als eines der größten Gebirgsmassive der Welt, wird Ihnen dargeboten. Das Amphitheater aus Bergriesen liegt Ihnen zu Füßen - der dritthöchste Berg der Welt, welcher immer noch knapp 3.500 m über Ihnen thront, wird Sie beeindrucken. Aber auch der Anblick der Gimmigela Twins (7.350 m), des Yalung Kang und Kangbachen wird Sie ins Staunen versetzen. An der Nordwand des "Kantsch" hängen Eisbalkone von mehreren Hundert Metern Höhe herunter, welche jederzeit abbrechen könnten. Vielleicht haben Sie Glück und dürfen aus sicherer Entfernung Zeuge eines solchen Naturspektakels werden. In Pangpema hüten die Hirten im Sommer Ihr Vieh und es gibt ein kleines Teehaus. Sie werden merken, dass die Ausläufer des Wedge Peaks noch einen Teil von der gesamten "Kantsch"-Nordwand auf dieser Höhe verdecken. Wer noch Energie hat und falls genügend Zeit bleibt, kann noch weiter den Berghang hinter Pangpema (Richtung Drohmo-Gipfel) hinaufsteigen - mit jedem Meter wird die Aussicht nochmal besser. Im Anschluss verlassen Sie schweren Herzens dieses traumhafte Fleckchen Erde, lassen "die fünf Schatzkammern des großen Schnees" (Kangchendzönga aus dem Tibetischen übersetzt) hinter sich und kehren nach Lhonak zurück.
Gehzeit ca. 7-8 Std. | Aufstieg ca. 550 m | Abstieg ca. 550 m | Gehstrecke ca. 9 km
Übernachtung in der Lodge Kanchenjunga Iceland Guest House o.ä.
Tag 12: Abstieg nach Ghunsa (3.475 m)
F · M · AEs steht Ihnen ein langer Abstieg auf bekannten Pfaden zurück nach Ghunsa bevor. Sie werden merken, desto weiter Sie absteigen, desto leichter fällt Ihnen erneut das Atmen. Am Abend können Sie die Möglichkeit nutzen und das berühmte Tongba probieren. Dabei handelt es sich um ein alkoholisches Getränk aus fermentierter Fingerhirse, welches hier sehr populär ist und aus einem Holzkrug mit einem Bambus-Strohhalm getrunken wird.
Gehzeit ca. 7 Std. | Aufstieg ca. 240 m | Abstieg ca. 1.550 m | Gehstrecke ca. 20 km
Übernachtung in der Lodge Dzonga Family House o.ä.
Tag 13: Aufstieg zum Selele Camp (4.220 m)
F · M · AHeute verlassen Sie die Route, welche Sie noch vor ein paar Tagen hochgestiegen sind, denn Sie wollen in das Tal des Flusses Simbuwa Khola mit dem Yalung Gletscher wechseln, um sich dem "Kantsch" nochmal von Süden her anzunähern. Dafür gibt es einen schönen Höhenweg, welcher über 3 Pässe führt. Heute steigen Sie dafür hinauf bis zum 1. Pass Sele La und schlafen dort im Selele Camp (4.220 m).
Gehzeit ca. 5-6 Std. | Aufstieg ca. 930 m | Abstieg ca. 180 m | Gehstrecke ca. 6 km
Übernachtung in der Lodge Pemba Hill Side o.ä.
Tag 14: Passüberschreitung nach Tseram (3.870 m)
F · M · ASie verlassen das Selele Camp früh, um heute zwei weitere Pässe zu überschreiten. Als erstes steigen Sie hinauf zum Mirgin La (4.660 m) und weiter im leichten Auf und Ab zum Sinelapche La (4.663 m). Dabei können Sie einmalige Aussichten über die umliegende Bergwelt genießen. Bei gutem Wetter können Sie selbst die Achttausender Everest, Lhotse, Makalu und Cho Oyu gut erkennen. Auch diverse Gipfel der letzten Tage erscheinen nun aus anderer Perspektive nochmal in ganz neuem Licht. Beim Abstieg Richtung Tseram (3.870 m) rückt das gewaltige Kabru-Massiv (bis 7.412 m) in den Vordergrund. Insgesamt handelt es sich um einen anstrengenden, aber unheimlich lohnenswerten Tag. Nach Ihrem Abstieg fallen Sie müde, aber glücklich in Ihr Bett. Sie freuen sich bereits, am Folgetag Richtung Südwand des "Kantsch" zu laufen.
Gehzeit ca. 6-7 Std. | Aufstieg ca. 570 m | Abstieg ca. 920 m | Gehstrecke ca. 9 km
Übernachtung im Blue Ship Hotel & Lodge o.ä.
Tag 15: Wanderung nach Ramche (4.480 m)
F · M · AWenn Sie von Tseram Richtung Norden schauen, dominiert die Stirnmoräne des Yalung-Gletschers die Szenerie. Auf 4.300 m Höhe liegt der Moränenkamm und dorthin laufen Sie allmählich hoch. Desto weiter Sie nach oben gelangen, umso schöner wird die Umgebung - die imposanten Eispanzer der Grenzberge zum indischen Sikkim Kokthang (6.148 m), Rathong (6.682 m) und die Kabru-Kette dominieren die Umgebung. Schließlich gelangen Sie auf eine breite Hochfläche der Seitenmoräne des Yalung-Gletschers, wo sich Ramche (4.480 m) befindet. Genießen Sie einen der letzten Abende in hochalpiner Landschaft.
Gehzeit ca. 4-5 Std. | Aufstieg ca. 720 m | Abstieg ca. 120 m | Gehstrecke ca. 7 km
Übernachtung in der Lodge Chain Hotel o.ä.
Tag 16: Ausflug zum Aussichtspunkt Oktang (4.730 m) & Rückkehr nach Ramche
F · M · AHeute wartet neben dem nördlichen Base Camp der zweite große Höhepunkt auf Sie. Immer entlang der Seitenmoräne und stets den gerölligen Yalung-Gletscher im Blick, erreichen Sie den fantastischen Oktang-Aussichtspunkt (4.730 m). Von hier aus geht es nicht mehr weiter nördlich ohne den Gletscher direkt zu betreten. Das Panorama von Oktang aus ist einzigartig - alle Gipfel, welche Sie bereits von Pangpema sehen durften (Kangbachen, Kangchendzönga, Yalung Kang) und viele mehr, zeigen nun Ihren vollen Glanz von der Südseite. Bei diesen Bergdimensionen ist es selbstverständlich, dass man sich selbst ziemlich klein und unbedeutend fühlt. Versuchen Sie diesen Moment aufzusaugen, bevor Sie zurück nach Ramche absteigen.
Gehzeit ca. 4-5 Std. | Aufstieg ca. 300 m | Abstieg ca. 300 m | Gehstrecke ca. 7 km
Übernachtung in der Lodge Chain Hotel o.ä.
Tag 17: Abstieg nach Tortong (2.995 m)
F · M · AIhr Trekking neigt sich langsam dem Ende - am heutigen Tag müssen Sie viele Höhenmeter absteigen. Je tiefer Sie kommen, desto üppiger wird die Vegetation und die Temperaturen steigen merklich. Nun laufen Sie wieder durch Rhododendron- und Kiefernwälder bis Sie Ihr Tagesziel Tortong (2.995 m) erreichen.
Gehzeit ca. 6-7 Std. | Aufstieg ca. 120 m | Abstieg ca. 1.600 m | Gehstrecke ca. 13 km
Übernachtung in der Himalayan Lodge & Two Brother Hotel o.ä.
Tag 18: Abstieg bis Yamphudin (2.080 m)
F · M · AIhr letzter Trekkingtag steht auf dem Programm und fordert bei einem weiteren langen Abstieg nochmal Ihre Knie. Bevor es aber immer bergab geht, müssen Sie einen letzten Pass (Lasiya Bhanjyang, ca. 3.400 m) überwinden. Während die letzten großen Eisriesen in Ihrem Rücken langsam verblassen, schweifen Ihre Gedanken ab und Sie werden sich langsam bewusst, was Sie alles auf den vergangenen 14 Trekkingtagen erlebt haben. Am Nachmittag erreichen Sie das kleine Örtchen Yamphudin (2.080 m).
Gehzeit ca. 6-7 Std. | Aufstieg ca. 590 m | Abstieg ca. 1.500 m | Gehstrecke ca. 9 km
Übernachtung in der Lodge Snow Home o.ä.
Tag 19: Fahrt nach Illam
F · M · AMittlerweile haben Schotterstraßen Yamphudin erreicht. Wenn nicht gerade ein Bergrutsch die Straße unpassierbar gemacht hat, können Sie also heute direkt von Yamphudin mit den privaten Jeeps abgeholt und nach Illam gebracht werden. Eventuell müssen Sie aber Ihrem Abholpunkt noch wenige Stunden entgegenlaufen. So oder verabschieden Sie sich heute von Ihrer Begleitmannschaft. Zurück in der Zivilsation in Illam freuen Sie sich auf eine heiße Dusche und ein kühles Getränk.
Fahrzeit ca. 7-8 Std.
Übernachtung im Hotel Summit o.ä.
Tag 20: Fahrt nach Bhadrapur & Rückflug nach Kathmandu
FMit Ihrem privaten Transport (Kleinbus oder Jeep) werden Sie zurück zum Flughafen nach Bhadrapur gebracht. Von hier aus fliegen Sie zurück nach Kathmandu. Den Nachmittag und Abend haben Sie für sich, um Thamel ein wenig selbst zu erkunden oder einfach zu entspannen.
Fahrzeit ca. 4 Stunden
Übernachtung im Hotel Nepali Ghar o.ä.
Tag 21: Stadtbesichtigung Kathmandu
F · AIhr deutschsprachiger Stadtführer holt Sie vom Hotel ab und Sie unternehmen eine schöne Stadtbesichtigung. Ein wichtiges Highlight ist das Shiva-Heiligtum der Hindus, der Pashupatinath-Tempel. Der Pashupatinath-Tempel liegt am heiligen Bagmati Fluss, wo unter anderem rituelle Feuerbestattungen von verstorbenen Hindus an den sogenannten Ghats stattfinden. Das Betreten des Haupttempels, wo Shiva als Pashupati ("Gott des Lebens") verehrt wird, ist Nichtgläubigen untersagt. Gewiss können Sie jedoch ein schönes Foto von einem der hier anwesenden exotischen Sadhus (Wanderasketen) machen. Anschließend haben Sie die Option zu Fuß nach Bodnath zu laufen (ca. 45 min). Hier besichtigen Sie den buddhistischen Stupa. Bodnath ist das Zentrum der im Exil in Nepal lebenden Tibeter. Sie können – sofern Interesse besteht und gerade etwas stattfindet – eines der vielen buddhistischen Klöster in unmittelbarer Umgebung besichtigen und an einer Gebetsstunde teilnehmen. Wenn Sie im Anschluss noch Lust haben und genügend Zeit ist, können Sie sich zusätzlich den buddhistischen Tempel Swayambhunath (aufgrund der vielen Affen, welche den Hügel in der Umgebung des des Komplexes bevölkern, wird er auch Affentempel genannt) anschauen. Das Highlight hier ist natürlich der Stupa mit tollem Ausblick über Kathmandu. Tun Sie es den Gläubigen gleich, umrunden Sie den Stupa im Uhrzeigersinn und drehen dabei die unzähligen Gebetsmühlen. Dabei können Sie ideal den Gläubigen bei deren religiösen Ritualen zuschauen. Am Abend findet das traditionelle Abschiedsessen mit Ihrer Reisegruppe statt. Lassen Sie die einzigartigen Erlebnisse der vergangenen 3 Wochen Revue passieren und Ihren Urlaub gemütlich ausklingen.
Übernachtung im Hotel Nepali Ghar o.ä.
Tag 22: Rückreise nach Deutschland
FNutzen Sie die letzte freie Zeit in Kathmandu für einen Stadtbummel oder einen Kaffee und beobachten Sie das Treiben der Stadt. Ihren Flughafentransfer passen wir individuell auf Ihren gebuchten Flug an. Schließlich heißt es den Rückflug in die Heimat antreten, wo Sie bei den meisten Verbindungen noch am gleichen Tag ankommen.
Enthaltene Leistungen
- Linienflug ab/an Frankfurt mit Air India oder Qatar Airways bzw. gleichwertig in der Economy Class (Berlin, München, Wien & Zürich auf Anfrage) - Flüge nach Verfügbarkeit und Flugaufpreis möglich (besonders in der absoluten Hochsaison)
- Komplette Durchführung von Meine Welt Reisen
- Inlandsflüge Kathmandu - Bhadrapur und zurück mit Buddha Air in der Economy Class (max. 20 kg Freigepäck)
- Verpflegung: 20x F, 17x M/BL, 19x A (pro Mahlzeit in den Lodges beim Trekking ein Getränk - Tee oder Kaffee - inklusive, alle weiteren müssen bezahlt werden)
- alle geplanten Flughafentransfers im Reiseland
- Transfers & Überlandfahrten vor Ort wie im Reiseprogramm beschrieben
- Übernachtung auf DZ-Basis im Hotel (5x) und Lodge (15x), Einzelzimmer gegen Aufpreis (nur für Hotelübernachtungen)
- Permit für das Trekking (TIMS - trekking information management system), Nationalparkgebühren Kanchenjunga Conservation Area & Restricted Area Trekking Permit
- Träger für das pers. Gepäck (max. 15 kg) - Sie erhalten von uns eine MWR-Reisetasche (inkl. Schutzsack) vor Ort in Kathmandu, welche Sie gerne verwenden können
- Deutschsprachiger einheimischer Trekking-Guide
- zusätzlicher englischsprachiger Assistenz-Guide
- Deutschsprachiger einheimischer Stadtführer
- Notfallsauerstoff (wird mitgenommen, da keine Lodges verfügbar haben, Nutzung gegen Aufpreis)
- Satellitentelefon
- Sicherungsschein nach deutschem Reiserecht
Nicht enthalten
- Visakosten (aktuell 50 USD für 30 Tage)
- Reiseversicherung (gerne über Meine Welt Reisen buchbar) - Auslandskranken- und Unfallversicherung mit einer Deckungssumme von mind. 5.000 EUR bei den Such-, Rettungs- und Bergungskosten
- Fehlende Mahlzeiten und Getränke in der Stadt
- Zusätzliche Getränke während des Trekkings in den Lodges (ca. 10-15 Euro pro Trekkingtag)
- Heiße Duschen (nur mit Wassereimer möglich), WLAN (wenn vorhanden, nur bis Ghunsa), Laden elektrischer Geräte in den Lodges - ab Ghunsa nur wenn genügend Solarstrom in der Lodge tagsüber erzeugt wurde (ca. 15-20 EUR pro Trekkingtag) während des Trekkings
- Trinkgelder (ca. 120-150 EUR - Details dazu in den Reiseunterlagen)
- Rail and Fly (105 EUR)
- Zusätzliche Ausflüge und Besichtigungen
- Schlafsack-Leihe (2 EUR pro Trekkingtag)
Ein Einzelzimmer kann bei den Lodge-Übernachtungen aufgrund des Platzmangels (nur wenige Lodges in einigen Ort) nicht vorab garantiert werden. Bei den Hotelübernachtungen ist beim EZ-Zuschlag ein Einzelzimmer garantiert.
Bitte beachten Sie, dass die Lodges/Tea Houses auf dem Kangchendzönga-Trekking sehr einfach sind und in keinsterweise mit den verfügbaren Lodges in der Annapurna- oder Everest-Region verglichen werden können. Generell ist die touristische Infrastruktur auf diesem Trekking noch nicht annäherend in dem Umfang ausgebaut, wie in den genannten Regionen. Die viel größere Ursprünglichkeit der Region geht auch mit eindeutig weniger Besuchern einher und hat dadurch seinen ganz speziellen Reiz. Bitte stellen Sie sich daher zum Teil auf einen erhöhten Komfortverzicht und sehr einfache Übernachtungsmöglichkeiten ein. Wem die Lodges zu einfach sein sollten, kann sich stattdessen auch jede Nacht für das Zelt entscheiden (wird vor der Lodge aufgeschlagen).
Heiße Duschen, wie aus dem Everest- oder Annapurna-Gebiet bekannt, stehen beim Kangchendzönga-Trekking nicht zur Verfügung. Es kann heißes Wasser in Eimern vorbereitet und sich damit gewaschen werden. Regelmäßiger Strom in den Lodges ist nur bis Ghunsa verfügbar. Bis hierher können elektronische Geräte in der Lodge geladen werden. Oberhalb von Ghunsa steht den Lodges nur Solarstrom zur Verfügung, wenn genügend Sonne scheint. Nur falls den Lodges je nach Tag genügend Solarstrom zur Verfügung steht, wird den Trekking-Gästen gegen eine Gebühr erlaubt den Strom zu nutzen. WLAN ist gegen eine Gebühr ebenfalls nur bis Ghunsa verfügbar.
